Erfahrungsbericht.
Messbare Ergebnisse aus dem öffentlichen Dienst.
Klimaschutzmanager (m/w/d)
Hohe Kosten fĂ¼r Stellenanzeigen fĂ¼hren nicht automatisch zu mehr passenden Bewerbungen. Diese Erfahrung machte auch der Landkreis Ammerland: Die bisherigen Recruiting-Kanäle erreichten vor allem aktiv Suchende, während potenzielle Bewerber auĂŸerhalb der klassischen Stellenportale kaum angesprochen wurden.
Bei der Suche nach einem Klimaschutzmanager (m/w/d) wurde deshalb auf eine gezielte digitale Recruiting-Kampagne gesetzt.
Ergebnisse der Kampagne
Laufzeit: 31 Tage
10 qualifizierte Bewerbungen
1 erfolgreiche Einstellung
Innerhalb eines Monats entstand eine Auswahl von zehn qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern, aus der die Position erfolgreich besetzt werden konnte.
Ausgangssituation: Hohe Kosten bei begrenzter Reichweite
Der Landkreis Ammerland setzte bereits auf verschiedene Recruiting-Kanäle – darunter Interamt, die Bundesagentur fĂ¼r Arbeit, Multiposting, die eigene Website sowie Print- und Fachmedien.
Die Herausforderung
Trotz des breiten Kanalmixes blieb die Reichweite bei schwerer erreichbaren Zielgruppen begrenzt. Einzelne Print- und Fachanzeigen verursachten Kosten von mehreren Tausend Euro, ohne zuverlässig entsprechende Bewerbungen zu generieren.
Hinzu kam ein internes Ressourcenproblem: Der Landkreis wollte seine digitale Sichtbarkeit und Social-Media-Aktivitäten zwar weiter ausbauen, fĂ¼r eine kontinuierliche Umsetzung fehlten jedoch die notwendigen Kapazitäten.
Damit wurden vor allem Personen erreicht, die bereits aktiv nach einer neuen Stelle suchten. Latent wechselinteressierte Fachkräfte blieben Ă¼ber die bisherigen Wege weitgehend auĂŸen vor.
Ziel: Mehr Sichtbarkeit ohne zusätzlichen internen Aufwand
FĂ¼r die Besetzung sollte die Reichweite gezielt Ă¼ber die vorhandenen Recruiting-Kanäle hinaus erweitert werden.
Dabei war wichtig, nicht einfach zusätzliche Bewerbungen zu erzeugen. Gesucht wurden qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten, die fachlich zur Position passen und sich einen Wechsel zum Landkreis tatsächlich vorstellen können.
Gleichzeitig sollte die Kampagne mit möglichst wenig zusätzlichem Aufwand fĂ¼r Personal und Ă–ffentlichkeitsarbeit umgesetzt werden.
Strategie: Digitale Reichweite gezielt fĂ¼r die Fachkräftesuche nutzen
1. Auch wechseloffene Fachkräfte erreichen
Die Kampagne machte die Position auch bei Personen sichtbar, die nicht aktiv auf Interamt, der Karrierewebsite oder anderen Stellenportalen suchten. Durch die regionale und zielgruppenspezifische Ausspielung wurde der bisherige Bewerbermarkt gezielt erweitert.
2. Arbeitgeber und Position authentisch präsentieren
Dem Landkreis war wichtig, trotz neuer Recruiting-Wege glaubwĂ¼rdig aufzutreten und nicht mit Ă¼bertriebenen Werbeversprechen zu arbeiten. Die Kommunikation stellte deshalb die tatsächliche Position und das Arbeitsumfeld in den Mittelpunkt.
3. Qualität frĂ¼hzeitig prĂ¼fen
Ăœber den digitalen Bewerbungsprozess wurden relevante Voraussetzungen bereits zu Beginn abgefragt. Die anschlieĂŸende Vorqualifizierung lieferte zusätzliche Informationen zu beruflichem Hintergrund und Motivation.
So erhielt der Landkreis eine kompakte Auswahl qualifizierter Profile, anstatt zusätzliche interne Ressourcen fĂ¼r die PrĂ¼fung zahlreicher unpassender Bewerbungen aufbringen zu mĂ¼ssen.
Erfahrung aus der Praxis: Eigene Social-Media-Ressourcen sind keine Voraussetzung
Der Case des Landkreises Ammerland zeigt, dass fehlende interne Kapazitäten fĂ¼r Social Media kein Hindernis fĂ¼r digitale Personalgewinnung sein mĂ¼ssen.
Statt zunächst eigene Kanäle aufzubauen und dauerhaft mit Inhalten zu bespielen, konnte die konkrete Vakanz unmittelbar Ă¼ber eine gezielte Kampagne beworben werden.
So entstand innerhalb von 31 Tagen eine Auswahl von zehn qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern – ohne die vorhandenen Recruiting- und Kommunikationsressourcen zusätzlich stark zu beanspruchen.
Fazit
Der Landkreis Ammerland konnte die Position als Klimaschutzmanager (m/w/d) innerhalb von 31 Tagen erfolgreich besetzen.
Durch zusätzliche digitale Reichweite wurden auch Fachkräfte auĂŸerhalb der klassischen Recruiting-Kanäle erreicht. Die strukturierte Qualifizierung sorgte gleichzeitig dafĂ¼r, dass der Fokus auf tatsächlich relevanten Bewerbungen lag.