Erfahrungsbericht.
Messbare Ergebnisse aus dem öffentlichen Dienst.
Fachdienstleitung Tiefbau und Infrastruktur (m/w/d)
Wie gelingt es einer Kommune, eine Führungsposition im Tiefbau zu besetzen – wenn die Stelle über Jahre hinweg unbesetzt bleibt und die Konkurrenz deutlich bessere Gehälter bietet?
Dieser Erfahrungsbericht zur Mitarbeitergewinnung im öffentlichen Dienst zeigt, wie die Stadt Bedburg die Vakanz als Fachdienstleitung Tiefbau und Infrastruktur (m/w/d) mithilfe digitaler Recruiting-Strategien erfolgreich besetzen konnte.
Ergebnisse der Kampagne
Laufzeit: 30 Tage
1 qualifizierte Bewerbung
1 erfolgreiche Einstellung
Gerade bei hochspezialisierten Führungspositionen zeigt sich: Entscheidend ist nicht die Anzahl der Bewerbungen, sondern die Passgenauigkeit. In diesem Fall führte bereits eine passende Bewerbung zur erfolgreichen Besetzung.
Ausgangssituation: Langjährige Vakanz und strukturelle Herausforderungen
Die Position war seit längerer Zeit schwer zu besetzen. Wiederholte Versuche, die Stelle zu besetzen, blieben erfolglos.
Zusätzlich verschärften mehrere Faktoren die Situation:
• wiederholte Leitungswechsel im Fachbereich
• aktuell fachfremde Führung trotz hoher Verantwortung
• steigender Druck innerhalb der Abteilung
Die Erfahrung
Klassische Recruiting-Maßnahmen konnten die Situation nicht verbessern. Insbesondere zeigte sich:
• qualifizierte Kandidaten waren kaum erreichbar
• Bewerber sprangen aufgrund von Gehaltsunterschieden ab
• Konkurrenz durch besser zahlende St ädte war deutlich spürbar
Auch alternative Ansätze wie Direktansprache führten nicht zum gewünschten Erfolg. Zwar gab es vereinzelt Rückmeldungen, jedoch passten diese nicht zu den Rahmenbedingungen der Position.
Die Folge:
Die Vakanz blieb bestehen, während gleichzeitig der Druck auf die Organisation weiter zunahm.
Die zentrale Frage lautete daher:
Wie können wir als Kommune gezielt qualifizierte Führungskräfte im Tiefbau erreichen – trotz starker Konkurrenz und begrenzter Gehaltsstruktur?
Ziel: Stabilisierung der Führung und erfolgreiche Nachbesetzung
Ziel war es,
• eine geeignete Führungskraft im Bereich Tiefbau zu gewinnen
• die Organisation im Fachbereich nachhaltig zu stabilisieren
• den Besetzungsprozess planbarer zu gestalten
• und gezielt Kandidaten außerhalb klassischer Kanäle zu erreichen
Strategie: Fokus auf Qualität und gezielte Ansprache
Um passende Kandidaten zu erreichen, wurde eine Recruiting-Strategie eingesetzt, die speziell auf Fach- und Führungskräfte im technischen Bereich ausgerichtet ist.
1. Gezielte Ansprache relevanter Kandidaten
Potenzielle Kandidaten wurden über digitale Kanäle angesprochen – insbesondere solche, die nicht aktiv auf Jobsuche sind.
Durch verschiedene Varianten in der Ansprache konnte die Zielgruppe präzise adressiert werden.
2. Klar strukturierter Bewerbungsprozess
Interessierte Kandidaten konnten ihr Interesse über eine digitale Bewerbungsstrecke unkompliziert hinterlegen.
Der Prozess ermöglichte:
• eine schnelle Kontaktaufnahme
• eine reduzierte Einstiegshürde
• eine strukturierte Erfassung relevanter Informationen
3. Vorqualifizierung für maximale Passgenauigkeit
Die eingehenden Bewerbungen wurden vorab geprüft und strukturiert aufbereitet.
So konnte sichergestellt werden, dass nur passende Kandidaten in den Auswahlprozess gelangen.
4. Fokus auf latent wechselbereite Führungskräfte
Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Ansprache von Kandidaten, die grundsätzlich offen für einen Wechsel sind – auch wenn sie nicht aktiv suchen.
Gerade bei Führungspositionen ist diese Zielgruppe entscheidend.
Erfahrung aus der Praxis: Qualität schlägt Quantität
Der Fall der Stadt Bedburg zeigt, dass bei anspruchsvollen Führungspositionen bereits eine einzige passende Bewerbung ausreichen kann, um eine Vakanz erfolgreich zu besetzen.
Entscheidend ist, die richtigen Kandidaten überhaupt zu erreichen.
Fazit
Die Stadt Bedburg konnte ihre langjährig schwer zu besetzende Führungsposition im Tiefbau erfolgreich besetzen und gleichzeitig neue Wege im Recruiting etablieren.
Dieser Erfahrungsbericht zeigt:
Digitale Mitarbeitergewinnung im öffentlichen Dienst ermöglicht auch bei besonders schwierigen Führungspositionen eine gezielte Ansprache und erfolgreiche Besetzung.