Erfahrungsbericht.
Messbare Ergebnisse aus dem öffentlichen Dienst.
Oberbrandmeister (m/w/d)
Wie gelingt es einer Kommune, mehrere Stellen im Feuerwehrbereich zu besetzen – obwohl die Zielgruppe schwer erreichbar ist und klassische Kanäle kaum Ergebnisse liefern?
Dieser Erfahrungsbericht zur Mitarbeitergewinnung im öffentlichen Dienst zeigt, wie die Stadt Gummersbach die Position Oberbrandmeister (m/w/d) erfolgreich besetzen konnte.
Ergebnisse der Kampagne
Laufzeit: 28 Tage
9 qualifizierte Bewerbungen
3 erfolgreiche Einstellungen
Innerhalb weniger Wochen konnten mehrere passende Kandidaten identifiziert und eingestellt werden – ein entscheidender Schritt zur Entlastung der Einsatzkräfte.
Ausgangssituation: Hoher Personalbedarf und begrenzte Reichweite
Die Stadt Gummersbach stand vor einer herausfordernden Situation im Feuerwehrbereich.
• mehr als 10 offene Positionen
• steigender Druck auf bestehende Teams
• wachsender Personalbedarf durch strukturellen Ausbau
Die Erfahrung
Mit den bisherigen Recruiting-Maßnahmen konnten die gewünschten Ergebnisse nicht erzielt werden:
• klassische Jobportale lieferten kaum passende Bewerbungen
• viele Kontakte waren fachlich nicht geeignet
• relevante Zielgruppen wurden nicht erreicht
Gerade im Bereich Feuerwehr zeigte sich, dass geeignete Fachkräfte selten aktiv auf Jobsuche sind.
Die Folge:
Offene Stellen blieben bestehen, während gleichzeitig der Druck auf Einsatzfähigkeit und Organisation zunahm.
Die zentrale Frage lautete daher:
Wie können wir gezielt qualifizierte Feuerwehrkräfte erreichen – auch außerhalb klassischer Bewerbermärkte?
Ziel: Schnelle Besetzung und nachhaltige Entlastung
Ziel war es,
• mehrere Positionen im Feuerwehrbereich zeitnah zu besetzen
• die Einsatzfähigkeit sicherzustellen
• den Recruiting-Prozess effizienter zu gestalten
• und gezielt passende Kandidaten anzusprechen
Strategie: Direkte Ansprache statt passives Warten
Um geeignete Kandidaten zu erreichen, wurde ein Ansatz gewählt, der nicht auf aktive Bewerber angewiesen ist.
1. Erschließung neuer Zielgruppen
Durch digitale Kampagnen wurden gezielt Fachkräfte angesprochen – auch solche, die aktuell nicht aktiv suchen, aber offen für einen Wechsel sind.
Unterschiedliche Varianten in der Ansprache sorgten für eine höhere Reichweite innerhalb der relevanten Zielgruppe.
2. Niedrigschwelliger Bewerbungsprozess
Interessenten konnten ihr Interesse schnell und unkompliziert über eine mobiloptimierte Bewerbungsstrecke bekunden.
Das ermöglichte:
• einfache Kontaktaufnahme ohne hohe Hürden
• schnellere Rückmeldungen
• mehr qualifizierte Erstkontakte
3. Strukturierte Vorqualifizierung
Ein zentraler Bestandteil war die gezielte Vorqualifizierung der Bewerber.
So konnte frühzeitig erkannt werden:
• ob die fachlichen Anforderungen erfüllt sind
• ob echtes Wechselinteresse besteht
• ob eine Passung zur Position gegeben ist
4. Fokus auf Qualität und Verbindlichkeit
Durch zusätzliche persönliche Kontaktpunkte wurden Bewerbungen weiter qualifiziert und verbindlicher gemacht.
Das reduzierte Streuverluste und erhöhte die Erfolgsquote im Auswahlprozess.
Erfahrung aus der Praxis: Reichweite entscheidet im Feuerwehr-Recruiting
Der Fall der Stadt Gummersbach zeigt deutlich:
Im Feuerwehrbereich reicht es nicht aus, Stellenanzeigen zu veröffentlichen.
Erfolg entsteht dann, wenn die richtigen Kandidaten aktiv erreicht werden – insbesondere im passiven Arbeitsmarkt.
Fazit
Die Stadt Gummersbach konnte innerhalb kurzer Zeit mehrere Feuerwehrstellen erfolgreich besetzen und die personelle Situation deutlich stabilisieren.
Dieser Erfahrungsbericht zeigt:
Digitale Mitarbeitergewinnung im öffentlichen Dienst ermöglicht es, auch schwer erreichbare Fachkräfte gezielt anzusprechen und mehrere Positionen effizient zu besetzen.